Unsere Mosterei befindet sich auf dem neuesten Stand der Technik. Unsere Mosterei finden Sie in 86459 Gessertshausen, Spöckteile 1

 

 


















 Die Waschanlage

 Im Eingangsbereich befindet sich die Waschanlage, in der die zu verarbeitende Ware gereinigt wird. Hier ist bereits der entscheidende Schritt zu einem qualitativ hochwertigen Saft. Nur wenn die Ware sauber  und von mit Fäulnis befallenen Stellen entfernt wurden ist, wird das Endprodukt eine hohe Qualität aufweisen. Hier sind Sie als Kunde gefragt, die Ware die wir verarbeiten ist Ihre eigene, so bestimmen Sie maßgeblich auch die Qualität. Das Waschen dient in der Hauptsache dazu, nicht zu viel Sand in das Raspel Werk zu bringen. Hier können Sie auch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Schlecht gereinigt Ware bedeutet auch das Wasser häufig zu wechseln.
Hier nur um es zu verdeutlichen, es werden ca. 300L Wasser ausgetauscht wenn stark verschmutzte Ware kommt. 
Bitte helfen Sie uns hier einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Aus Obst und Gemüse wird Saft

Über den Elevator wird die Ware aus dem Waschbecken nach oben Transportiert. Auf dem Weg zum Häckselwerk ist genügend Zeit damit Wasser abtropfen kann und so reiner Saft entsteht. Im Häckselwerk wird die Ware soweit zerkleinert damit in der Bandpresse der maximale Ertrag gewonnen werden kann. Die gesamte Einheit ist im Bild oben zu sehen. 

Die Bandpresse kann für unterschiedlichste Ware verwendet werden. Allen sicher bekannt ist der Apfelsaft der schon seit vielen Jahren bei uns gepresst wird. Weniger bekannt aber auch oft gepresst werden Quitten und Trauben.

Für die Zukunft gibt es Überlegungen auch Gemüse zu Säften zu Verarbeiten. Hier stehen wir aber noch ganz am Beginn einer neuen Herausforderung. Hier gilt es nicht nur das entsprechende know how zu erlangen, es ist auch ein Personalproblem. Nur mit ausreichend Helfern kann auch die Produktion von Gemüsesäften gelingen.

Hochdruckbandpresse

Mit unserer Hochdruck Bandpresse der Firma Kreuzmeier wird aus der von Kunden angelieferten Ware der Saft aus dem Fruchtfleisch gepresst. Beim Durchlauf über sechs Edelstahlzylinder geschieht dies vollautomatisch. Am Ende fällt das trockene Fruchtfleisch in eine Schnecke die den Trester entsorgt.

In der Auffangwanne sammelt sich der Saft, der zur weiteren Verarbeitung mit einer kleinen Pumpe in einen Zwischenspeicher pumpt.

Wir verarbeiten aktuell Äpfel, Birnen, Quitten und Trauben. Wobei Quitten und Trauben immer am Ende eines Produktionstages verarbeitet werden. Diese Obstsorten haben ein Fruchtfleisch das nach dem Pressen zum reineigen zwingt. Um lange Stillstandzeiten zu vermeiden wurde diese Regelung getroffen.

Will ein Kunde seine Ware nur pressen, nicht aber Pasteurisieren lassen, ist dies im Normalfall gut zwischen zwei Kunden die den Saft erhitzen lassen wollen möglich. Geben Sie dies unbedingt bei der Terminvergabe an.






 

Trennen von Saft und Trester

Die Tresterschnecke aus Edelstahl, ebenfalls von der Firma Kreuzmeier, wird der Trester automatisch ins Freie transportiert. Aber auch der Trester ist kein Abfallprodukt, er wird von Jägern gerne als Futter für das Rotwild bei uns abgeholt. Die Tresterschnecke wurde 2017 installiert und hat so unser altes, in die Jahre gekommenes Förderband ersetzt. Das Förderband entsprach einfach nicht mehr dem Stand der Technik und Hygiene. Hier musste immer wieder viel Hand angelegt werden um den gesamten Trester aus dem Gebäude zu befördern.



 

 

 

Zwischenlagerungstank

In den vier Edelstahlbehältern, in die der Saft unmittelbar nach dem Pressen gepumpt wird, dient zur Zwischenlagerung vor dem Saft zur Weiterverarbeitung kommt. Bei den vier Behältern ist einer so installiert das der Saft direkt in Behältnisse gefüllt werden kann. Dies ist für unsere Kunden, die aus Ihrem Saft einen Wohlschmeckenden Most ansetzen wollen, oder auch für Kunden die ihren Saft selbst erhitzen möchten. Die mehreren Behältnisse zum zwischenlagern des Saftes sind nötig, damit auch sicher jeder Kunden den Saft seiner eigenen Ware bekommt. Im nächsten Arbeitsschritt werden die großen Schwebeteile aus dem Saft entfernt, dazu aber mehr im folgenden Abschnitt.



 

 

 

Zentrifuge

In der Zentrifuge wird, bei sehr hoher Drehzahl von ca. 8500 U/min, ein großer Teil der im Saft enthaltenen Schwebeteile abgesondert. Abe keine Angst, es wird sicher kein klarer Saft. Obwohl eine Zentrifuge nicht sonderlich groß ist, stellt sie doch einen wesentlichen Teil der Saftproduktion dar. Ebenfalls ist eine Zentrifuge ein hoher Kostenanteil in der gesamten Produktion.
Da die Zentrifuge auf Grund der hohen Drehzahl auch sehr laut ist haben wir uns vor ein paar Jahren entschlossen sie mit einer mobilen Einhausung zu umgeben. Dies hat ganz wesentlich dazu beigetragen den Lärmpegel in der Mosterei zu senken. Diese Aktion wurde und wird noch immer von allen, Personal und Kunden, sehr geschätzt.
Die Zentrifuge benötigt vor allem am Beginn und Ende einer Mostsaison viel Pflege. Am Beginn muss sie gewartet und komplett zusammengebaut werden. Hier ist viel know how nötig, ein Fehler würde sie unweigerlich zerstören. Am Ende der Saison muss sie komplett zerlegt und gereinigt werden.


    

Schon wieder Zwischenlagern

Im zweiten Zwischenlager haben wir drei Edelstahlbehälter mit einem Fassungsvermögen von je 130 Liter Saft. Auch hier sind mehrere Behältnisse nötig um den Saft entsprechend den Kunden zuordnen zu können. Von hier fliest der Saft mittels Schwerkraft in die nächste Station.


          





Der Pasteur

Im Pasteur wird der Saft in einem Plattenwärmetauscher auf ca. 85°C erhitzt. Die Wärme stammt aus unserer 2015 neu installierten gasbetriebener Dampfdruckkessel. Sie garantiert ein gleichbleibendes Temperaturniveau. Wenn der Saft nicht auf eine Mindesttemperatur von 82°C gebracht wird kann sich sehr schnell Schimmel oder Pilze im Saft bilden. Aber auch eine zu hohe Temperatur würde wiederum wertvolle Bestandteile des Saftes, vor allem Vitamine und Geschmacksstoffe beeinträchtigen, die der Haltbarkeit entgegenwirken.
Im Pasteur wird aktuell eine neue Steuerung installiert. Die alte, in die Jahre gekommenen, ist noch mit einem alten DOS System (für die jüngere Generation, das war die Vorstufe zum heutigen Windows) entwickelt worden. Hier ein defekt würde die gesamte Produktion lahmlegen, so haben wir uns entschlossen auf eine neue Siemens S7 Steuerung umzurüsten um hier auch auf dem Stand der Technik zu sein.
Weitere Neuerungen am Pasteur im Jahr 2019 sind elektrisch betriebene Pneumatik Ventile. Alle Saftführenden Teile sind aus Edelstahl. Die alten, Magnetventile, erfüllen nicht mehr die Anforderungen, in Funktion und Hygiene, die wir an unsere Anlage stellen.



Abfüllung

Unsere neueste Errungenschaft. Wir haben im März 2019 unsere neue Abfüllanlage von der Firma Sraml bekommen. Momentan laufen die nötigen Installationsarbeiten um die Abfüllung mit dem Pasteur zu verbinden. Die neue Abfüllung erlaubt uns auf Grund ihres größeren Speichers noch effizienter in die bewährten Bag in Box zu füllen.

Seitlich ist ein kleiner Tisch auf dem ein gefüllter Beutel abgelegt werden kann. Dies erhöht in Stoßzeiten noch etwas die maximale Menge, die wir pro Stunde abfüllen können.
Im Idealfall konnten wir ca. 500 Liter pro Stunde Abfüllen. Dies entspricht in etwa 17 Zentner Äpfeln. Mit der neuen Abfüllung können wir bis zu 800 Liter pro Stunde abfüllen.
Seitlich von der Abfüllanlage ist noch ein kleines Rollengestell auf dem die Kartons mit dem Saft bereitgestellt werden. So hat auch der Kunde etwas mehr Zeit beim Wegbringen der gefüllten Kartons.