Der ideale Dünger für Zier- und Nutzpflanzen

In einem Garten in dem sein Besitzer sich um die Ideale Nährstoffzufuhr für die Pflanzen kümmert gibt es viele Möglichkeiten den Zier- und Nutzpflanzen die richtige Menge Nährstoffe zukommen zu lassen. Um dies ausgewogen z tun wäre es sicher sinnvoll zu erst zu wissen welche Stoffe sind in welcher Konzentration in meinem Garten vorhanden. Nur so lässt sich richtig, weder zu wenig noch zu viel düngen.

Stickstoff                                                                        Kompost                                                                      Mineraldünger und Co. (Gesteinsmehl)

ist für alle Pflanzen ein unerlässlicher Bestandteil für das Pflanzenwachstum. Aber hier ist durchaus Vorsicht geboten, Zuviel lässt oft Blattwerk wachsen, Blüten-, Frucht- oder Gemüseertrag lassen aber zu wünschen übrig. Auch Kunstdünger kann und darf im Naturnahen Garten verwendet werden, wichtig nur das er nicht Ökologisch bedenklich ist. Hier kommt es auf die Gesamtzusammensetzung an. Nachteil von Kunstdüngern ist der Preis und man kann sehr leicht überdüngen.

Auch im Kompost ist der allseits wichtige Stickstoff den die Pflanzen so dringend zum wachsen benötigen. Im Kompost befinden sich aber noch zusätzliche wertvolle Stoffe für das Pflanzenwachstum. Beim kompostieren befindet sich alles in einem Kreislauf. Blattwerk, Äste, Küchenabfälle und vieles mehr werden dort verwertet wo sie auch wieder benötigt werden. Aus ökologischer Sicht ist dies der Ideale Weg, aus finanzieller der günstigste. Kompost ist ein vollwertiger Dünger und es befinden sich viele für unseren Garten wichtige Lebewesen darin.


Viele weitere Stoffe sind für das Wachstum der Pflanzen nötig. So kann beispielsweise Boden sauer (pH <7), neutral (pH 7) oder alkalisch (pH >7) sein. Wichtige Mineralien und/oder Spurenelemente können über Gesteinsmehl zugeführt werden. In ihm befinden sich auch Kali, Kalk und Magnesium.



Hintergrund zur Verwendung von Kompost im eigenen Garten

In der Natur wo Menschen keinen Zugriff haben gibt es und gab es nie einen künstlichen Dünger.  Alles was von abgestorbenen Pflanzen zu Boden viel,  tote Tiere und Mikroorganismen, Tier Kot usw. sind auf den Boden gefallen und dort liegen geblieben. Dies war der Prozess den wir heute als Mulchen kenne und die Vorstufe zum Kompost. ein weiterer Vorteil dieses Prozesses, der Boden ist bestens gegen Erosionen geschützt. In unserem Verständnis eines sauberen und ordentlichen Gartens ist dies oft keine Option mehr. Wir haben aber die Möglichkeit in unserem Garten einen Komposthaufen anzulegen und diesen  hochwertigen und kostenlosen Dünger in unserem Garten zu verwenden.

Wo im Garten soll der Komposthaufen sein

Der erste Schritt ist die Suche nach dem geeigneten Platz in unserem Garten. Hier ist es wichtig einen Platz zu finden der sowohl vor Wind wie auch extremer Sonne geschützt ist. Je nach Größe des Gartens kann er hinter stark wüchsigen Sträuchern, hinter Stauden oder Nutzpflanzen angelegt werden. Aber Vorsicht: wählen Sie einen Platz der über Jahre hinweg die Heimat Ihres Komposte ist. Umziehen mag er nämlich nicht gerne. Nun  sind noch die Fragen zu klären wie: Größe des Kompost. Als Entscheidungshilfe, ca. 2-3 kg pro qm zu düngendem Garten. Hügelkompost, Komposteinfassung oder Schnell Komposter vom Gartenfachmarkt. Ein oder zwei Komposthaufen.

Materialsammlung für den Komposthaufen

Am Anfang steht das Material das kompostiert werden soll. Hier eignen sich alle Abfälle die Im Garten so anfallen: Rasenschnitt, Unkraut das gejätet wurde, Baumschnitt, verblühtes Material, Laub, Erde aus Blumenkästen, usw. Es eignen sich aber auch Küchenabfälle wie: Kaffeesatz, Gemüsereste, Eierschalen, usw. Es können sogar Haare oder geschnittene Finger und Zehennägel mit hinein. Nicht geeignet sind Tierische Abfälle, gekochte Essensreste usw. sie locken z.B. Ratten an. Ebenfalls nicht in den Kompost sollte Samentragendes Unkraut, das verteilt sich im Folgejahr überall dort wo der Kompost ausgebracht wurde. Sinnvoll ist es mehr Material zu sammeln und den Kompost auf einmal komplett aufzuschichten. Wichtig ist hier, das es eine bunte Mischung ist und weder zu trocken noch zu nass.

Aufbau des Komposthaufens

Beim Aufbau ist es wichtig den Untergrund zu beachten. Es soll weder Staunässe noch Trockenheit im Komposthafen entstehen. Dazu eine ca. 10-20 cm tiefe Grube auszuheben. Bei Lehmboden mit Sand wieder befüllen als Drainage oder mit humosen Lehm bei Sandböden. Als nächste ca. 20 cm Schicht kommt grobes Material aus Zweigen, Stauden, Stängeln, Stroh, usw. Wichtig, das Material zerkleinern, ansonsten verrottet es überhaupt nicht oder dauert sehr lange bis der Kompost reif ist. Die folgende Schicht mit 20-30 cm ist aus gemischten Abfällen, Grasschnitt, Laub, usw. Zum Abschluss der Rotte Beispielsweise eine dünne Schicht Kartonage und darüber nochmals eine dünne Schicht Humus. So kommen auch oben Mikroorganismen in den Kompost was den Prozess beschleunigt. So können weitere Schichten aufgebaut werden bis der Kompost seine endgültige höhe erreicht hat. Nun darf er bis zum Frühjahr ruhen. Dann sollte nach ca. 6-9 Monaten unser selbst erzeugter Biologisch wertvoller Dünger unseren Garten bereichern.