Der Gartenbauverein Gessertshausen und Umgebung e.V. informiert

Seit neuestem haben wir eine Seite mit interessanten Links rund um den Gartenbau in unsere Webseite aufgenommen. Vielen dank denen die es angeregt haben.

Der Gartenbauverein Gessertshausen sucht Mithilfe zur Unterstützung eines Projektes der Kita Pusteblume in Gessertshausen.

Dieser Hilferuf hat uns vom Förderverein Kita Pusteblume erreicht den wir gerne unterstützen: Wir planen dieses Jahr, jeder Kindergartengruppe der Kita Pusteblume ein kleines Hochbeet zu spendieren. Wir wollen so die Kinder spielerisch an die heimischen Zier- und Nutzpflanzen heranführen und für die Natur bzw. das "Gärtnern" begeistern. Die Beete (insgesamt 12 Stück) sind von der Größe her überschaubar und kindgerecht (LxBxH 120cm x 60 cm x 30 cm). Unterstützt werden wir bei der Beschaffung und Befüllung von der Gärtnerei Wörner, dem Mühlenladen und der Firma Mayr. Mir kam nun die Idee, ob nicht vielleicht ein paar Mitglieder des Gartenbauvereins Freude daran hätten, die Kinder als "Blumen- und Pflanz-Paten" zu unterstützen. Konkret hieße dies, in Absprache mit der Kita-Leitung vielleicht ein- maximal zweimal pro Woche zusammen mit den Kindern nach den Beeten zu schauen und sie bei der Pflege der Pflanzen zu unterstützen und ihnen wertvolle Erfahrungen zu vermitteln.

Wir sind gerne bereit den Hilferuf vom Förderverein zu unterstützen und suchen auf diesem Weg engagierte Gartler die sich vorstellen können hier aktiv mitzugestalten. Wer Interesse hat sich aktiv einzubringen gerne melden per Mail: gartenbauverein.gessertshausen@t-online.de oder Mobil: 0176-81695466 bei Wolfgang Schalk

Wie und wann das ganze startet werden wir wieder auf unserer Homepage veröffentlichen.

Ausbildung zum Baumpfleger

Liebe Gartenfreunde und Freunde des Gartenbauvereins Gessertshausen,

wir, die Vorstandschaft des Gartenbauvereins wollen uns wieder mehr den Zielen des Gartenbaus widmen. Dazu sind engagierte, gartenbegeisterte Menschen sehr wichtig. Genau diese wollen wir ansprechen sich aktiv im Verein und Ehrenamt einzubringen.

Im ersten Schritt planen wir einen Intensivkurs für die Obstbaumpflege, den wir finanzieren. Hier würden wir uns wünschen in mehreren Orten aktive, ausgebildete Ansprechpartner zu haben, die für die Obstbaumbesitzer im direkten Umfeld als Ratgeber aber auch Unterstützer beim Baumschnitt tätig sind. Werden Sie Teil eines aktiven Natur- und Insektenentwicklungsvereins der mit seinem Wirken auch für gesunde Nahrungsmittel aus unserer Region steht.

Über zahlreiche Interessenten freuen wir uns und werden in Abhängigkeit der Rückmeldungen Termine in Theorie und Praxis organisieren um dieses Ziel zu erreichen. Wir sind, wie der Name besagt, der Gartenbauverein Gessertshausen, unsere Mitglieder sind aber weit über die Ortsgrenzen hinaus beheimatet. Darum ist es uns auch wichtig, dass sich auch Interessierte außerhalb von Gessertshausen angesprochen fühlen um für blühende Landschaften in ihrer Umgebung zu sorgen.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt für einen funktionierenden Verein, sind Mitglieder die sich auch in der Vereinsleitung engagieren. Nur eine aktive, funktionierende Vorstandschaft sichert dem Verein ein langfristiges Überleben. Hier ein paar Zahlen die verdeutlichen wie wichtig Menschen sind, die sich auch für ein Amt zur Verfügung stellen. Unsere Vorstandschaft setzt sich zukünftig aus 3 Vorsitzenden, einem Schriftführer, einem Kassierer und 13 Beisitzern zusammen, da je 50 Mitglieder ein Beisitzer vorgesehen ist. Unsere Vorstandschaft sollte aktuell aus 18 Personen bestehen, bislang sind davon nur 9 besetzt.

Nur wenn sich jemand für ein Amt im Verein zur Verfügung stellt kann ein Verein auch bestehen!

Wir sind bestrebt unsere Mitglieder auch über das Mosten hinaus in unserem Verein, oder was es besser trifft, am Erhalt unserer lebenswerten direkten Umgebung aktiv zu beteiligen und mit Ideen zu beleben. Jede Fläche, die mehr als englischen Rasen oder Steingarten bietet, ist eine kleine Auszeit beim Betrachten und für unser Wohlbefinden ein Gewinn.

Ich kann nur Jeden ermuntern sich aktiv bei der Gestaltung unserer Heimat zu beteiligen, der Gartenbauverein Gessertshausen bietet eine Möglichkeit.


Der Gartenbauverein Gessertshausen will auch in 2021 wieder Blühflächen anlegen. Wir werden uns auf mehrjährige Blühflächen konzentrieren.

Sie sind am geeignetsten, wenn es regionale Samenmischungen von zertifizierten Anbietern sind. Die mehrjährigen Blumenmischungen für die Frühjahrssaat enthalten alle auch Anteile mit zwei- und mehrjähriger Keimzeit. Dies bedeutet das Arten auch erst im zweiten Jahr nach der Aussaat blühen. Um bereits im ersten Jahr ansprechende Ergebnisse zu erzielen, werden einjährige Pflanzenarten beigemischt. Optisch gefallen die Frühjahrsmischungen vor allem im ersten Jahr, ihre ökologische Wirkung steigert sich im zweiten bis zum fünften Jahr. Bei ungünstigen Standortbedingungen kann zumindest bei den Bodenbedingungen gegengesteuert werden, zu fette Böden mit Sand anreichern, zu magere Böden müssen mit unkrautfreiem Mulch verbessert werden. Ab dem dritten Jahr ausbleibende Blüher durch eine gezielte Nachsaat ergänzen.  Grundsätzlich muss die Natur akzeptiert werden, weil sich standortbegünstigte Pflanzen über die Jahre durchsetzen. Die Frühjahrsmischungen erreichen überwiegend Wuchshöhen von 70 bis 120 cm. Nach fünf bis sechs Jahren ohne Nachsaat ist die Mischung ausgezehrt und sollte neu angelegt werden. 

Die Samenmischungen für die Herbstansaat enthalten einen höheren Staudenanteil, entfalten sich vollständig im zweiten und dritten Jahr und sind in der Regel etwas robuster. Sie erreichen Wuchshöhen von 80 bis 180 cm. Die Beimischung einjähriger Blüher ist in Art und Umfang geringer oder entfällt ganz. Der optische Eindruck ist geringer, sie wirkt etwas ungeordnet, ist aber ökologisch sehr wertvoll. Der Nutzen für die Vogelwelt ist deutlich höher einzustufen als bei der Frühjahrssaat. Eine Erneuerung der Blühfläche nach 6-7 Jahren ist sinnvoll. 

Der Gartenbauverein Gessertshausen und Umgebung e.V. bietet in 2021 Blühflächenmischungen für die Frühjahrsaussaat auf Rasen- und Wiesenflächen von sonnigen bis halbschattige Standorte an. In der Folge beschäftigen wir uns nur noch mit der für 2021 geplanten Samenmischung.

Der Gartenbauverein Gessertshausen beschafft eine größere Menge Saatgut und ist in der Lage dieses zum Einkaufspreis weiterzugeben. Wer mehr als 100 m² anlegen möchte bitten wir, sich bis 25. Jan. 2021 unter Tel. 08238/1734 oder gartenbauverein-gessertshausen@t-online.de zu melden. Die Kosten des zertifizierten Saatguts belaufen sich auf unter 18 € für 100 m². 

Ab Mitte März muss die gewählte Fläche vom bestandsbewuchs auf ca. 2cm abgemäht werden. Das Schnittgut abräumen. Aufbrechen des Bodens auf eine Tiefe von 20 bis 25 cm. Abhängig von der Größe das entsprechende Werkzeug wählen, für große Flächen bietet sich ein Pflug an, kleinere Flächen können mit der Fräse oder sogar Spaten bearbeitet werden. In den Folgejahren die Fläche ebenfalls bis ca. Mitte März mit einer Schnitthöhe von 5 - 6 cm mähen und das Schnittgutgut abräumen 

Von ca. Ende März bis Mitte April feinkrümlige Aufbereitung des Bodens auf eine Tiefe von 15 cm. Bei fetten Böden bitte Sand beimischen. Je nach Größe mit Fräse, Kreiselegge oder Rechen die Fläche aufbereiten. Pflanzenteile abräumen und gegebenenfalls tiefgründiges Wurzelwerk ziehen. 

Mitte April bis Anfang Mai ist die Ansaat, je nach Wettervorhersage zu planen. Drei Wochen mit Niederschlägen sind ideal für die Keimung, ansonsten muss die Fläche durch Wässern feucht gehalten werden. Ab der vierten Woche nach der Aussaat sollten für zwei bis drei Wochen keine Bodenfröste mehr auftreten. Das Saatgut wird im Gewichtsverhältnis 1/5 bis 1/8 mit trockenem Sand, Sägemehl oder Maisschrot gemischt. Je nach Größe mit Sämaschine, Saatwagen oder von Hand säen. Nicht mehr wie 1,5 Gramm Saatgut/m² ausbringen. Bei der Handsaat im Kreuzverfahren säen, je Richtung nur die Hälfte des Saatguts/m² ausbringen. Am Ende das Saatgut mit Glattwalze, Brett/Laden oder Schaufelrücken andrücken. Bei den Samen handelt es sich um Lichtkeimer, keinesfalls tief einrechen oder mit Erde bedecken. 

Nach vier bis fünf Wochen nach der Ansaat bei Bedarf Überwuchs mit einem Schröpfschnitt mit 5 bis 6 cm Schnitthöhe beseitigen und Schnittgut abräumen. Die Blattrosetten der Blüher dürfen nicht beschädigt werden. Am besten Balkenmäher oder Sense verwenden und keinen Rasenmäher. 

Mitte Juni und Mitte September die Fläche ein bis zweimal 5 bis 6 cm hoch mähen, nicht mulchen und Schnittgut abtrocknen lassen. Trockenes Schnittgut mit der Gabel oder von Hand aufschütteln und damit großflächig Samen verteilen. Anschließend das Schnittgut abräumen. Den späten Wuchs über den Winter stehen lassen. Wer nur einmal jährlich mäht tut dies am besten Mitte Juni; Wildbienen und andere Fluginsekten, viele Bodenlebewesen, Kleingetier und Vögel sind dankbar für natürliche Nahrung oder auch Winterquartiere. 

Mitte bis Ende März der Folgejahre wird starker Verkrautung mit Vertikutieren begegnet. An darauffolgenden Regentagen ist der ideale Zeitpunkt für eine bedarfsgerechte Nachsaat ausbleibender Blüher. Mit dieser Methode kann der Verödung der Blühfläche entgegengewirkt und mit geringem Saatguteinsatz die Blühfläche dauerhaft und ohne Neuanlage in ansehnlichem Zustand erhalten werden 

Unsere einheimischen Pflanzen sind überwiegend durch einen hohen, aber eher unscheinbaren Blütenstand gekennzeichnet. Nicht die optische Wirkung ist worauf es den schützenswerten Insekten und Kleinlebewesen ankommt. Vielmehr ist es wichtig regional beheimatete Pflanzen anzubieten, welche diese Lebewesen kennen, oder auf die sie sich nicht selten spezialisiert haben. Neben dem Nahrungsangebot darf die Wirkung auf Reproduktion, Unterschlupf und Überwinterung nicht vernachlässigt werden. Langfristig sind groß angelegte Blühflächen, möglichst in einem strukturellen Verbund mit ökologisch orientierten Hausgärten, eine Chance die Artenvielfalt unserer Heimat zu erhalten oder zurück zu gewinnen. Blühflächen die nur ein- oder zweimal im Jahr gemäht werden, verlieren in den Augen vieler Mitbürger über die Herbst- und Wintermonate an Attraktivität, sind aber Reservate und Rückzugsräume für viele Kleinlebewesen und ökologisch einer abgeräumten Blühfläche überlegen. Die Kritiker und manchmal auch überhebliche Ordnungsfanatiker sollten sich einmal eine herbstlich tauglitzernde oder winterlich beschneite, beziehungsweise reifbedeckte Blühfläche im Glanz der Morgensonne, im Wabern des Windes, mit diesem unnachahmlichen Farbenspiel ansehen; so ein Erlebnis ist schwer zu toppen und man beginnt zu begreifen, dass die Natur ihren eigenen Maßstab bezüglich Ordnung definiert.